Kein Baumstamm und kein Schatten – ein riesiger 6-Meter-Python in Australien überrascht eine kanadische Autorin mit ihrer Reaktion

Bei einer nächtlichen Autofahrt auf einer dunklen Straße in Australien erlebte die kanadische Schriftstellerin Kat Finnerty eine Begegnung, die sie so schnell nicht vergessen wird. Die Szene gibt einen guten Einblick in die Tierwelt des Kontinents und zeigt, womit Reisende dort rechnen müssen.
Während sie durch die Dunkelheit fuhr, sah Kat zunächst ein scheinbar harmloses Objekt auf der Fahrbahn. Sie hielt es erst für einen umgestürzten Baumstamm. Als sie näherkam, bemerkte sie, dass das Hindernis eine riesige Schlange war. Die vermeintliche Holzbarriere entpuppte sich als Amethystpython (auch Scrub-Python genannt), die sich in voller Länge über den Asphalt zog.
Statt in Panik zu verfallen, reagierte Kat überraschend besonnen. Ihre erste Sorge war, die Schlange vor anderen Fahrzeugen zu schützen — aus Angst, dass ein anderes Auto sie übersehen und überfahren könnte. Obwohl sie zugeben musste, immer schon Angst vor Schlangen gehabt zu haben, blieb sie ruhig und beobachtete das beeindruckende Reptil ehrfürchtig. Die Python schlängelte sich schließlich von der Straße und verschwand, ohne verletzt zu werden, und hinterließ bei Kat eine bleibende Erinnerung.
Amethystpythons – riesig, ungiftig und wichtig
Die Schlange, der Kat Finnerty begegnete, dürfte ein Amethystpython gewesen sein. Diese Tiere können beachtliche Längen von über 6,10 Metern erreichen. Sie sind nicht giftig; ihre Jagdmethode ist Constriction: Sie wickeln sich um die Beute, drücken so lange, bis die Atmung stoppt, und verschlingen sie dann ganz (dank ihrer sehr dehnbaren Kiefer). Auf dem Speiseplan stehen Nagetiere, Vögel und sogar größere Tiere wie Wallabys.
In Australiens Tierwelt spielen Pythons eine entscheidende Rolle und sind feste Bestandteile des Ökosystems. Trotz ihres einschüchternden Aussehens greifen sie Menschen selten an und verteidigen sich meist nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Experten betonen immer wieder, dass Pythons normalerweise keine Gefahr für Menschen darstellen.
Kat Finnerty: wie die Begegnung ihre Sicht veränderte
Kat Finnerty erzählt, dass dieses unerwartete Erlebnis ihr Verhältnis zu Schlangen gewandelt hat. Auch wenn sie früher unbehaglich war, hat die Begegnung ihren Respekt vertieft. „Jedes einzelne Ereignis, ob gut oder schlecht, gibt uns etwas“, sagt Kat und meint, dass ihr diese Nacht geholfen hat, Schlangen in einem neuen Licht zu sehen und mutiger durchs Leben zu gehen.
Ihre stille Beobachtung bringt zentrale Lehren auf den Punkt: Nicht alles, wovor wir Angst haben, ist automatisch gefährlich; Respekt vor der Natur zahlt sich aus; und wer seine Ängste überwindet, kann daran wachsen. Die Scrub-Python wirkt zwar furchteinflößend, ist aber auch ein Symbol für Australiens beeindruckende Biodiversität und erinnert daran, der Wildnis mit Achtung zu begegnen.
Die Geschichte liefert nicht nur einen Einblick in die Schönheit und Überraschungen der australischen Wildnis, sie lädt auch dazu ein, die eigenen Ängste zu hinterfragen und die Natur zu respektieren. Was hättest du an Kats Stelle in dieser Nacht getan?